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Dynastie des Muhammed Ali von 1805 bis 1882

Die Dynastie des Muhammad Ali regierte von 1805 bis 1953.

Walis (osmanische Gouverneure) von Ägypten

  • Muhammad Ali Pascha (1805 – 1848)
  • Ibrahim Pascha (1848)
  • Abbas Hilmi I. (1849 – 1854)
  • Muhammad Said (1854 – 1863)
  • Ismail Pascha (1863 – 1867)

Khediven von Ägypten

  • Ismail Pascha (1867 - 1879)
  • Tawfiq (1879 – 1892)
  • Abbas Hilmi II. (1892 – 1914)

Sultane von Ägypten

  • Hussayn Khamil (1914 – 1917)
  • Ahmad Fuad (1917 - 1922)

Die Könige von Ägypten

  • Fuad I. (Ahmad Fuad) (1922 – 1936)
  • Faruq I. (1936 – 1952)
  • Ahmad Fuad II. (1952 – 1953)

Nach der Ägyptischen Expedition Napoleons und dem Abzug der letzten französischen Truppen 1801 brachen in Ägypten heftige Machtkämpfe aus. In diesen setzt sich Muhammad Ali Pascha als Statthalter in Ägypten durch. Durch die Befriedung des Landes und den Ausbau der Bewässerungssysteme kam es wieder zu einem Wirtschaftsaufschwung, der auch durch den Versuch einer staatlichen Industrialisierung gefördert wurde. Nach dem Mameluckenmassaker in Kairo (1811), bei dem Muhammad Ali Pascha die Mamelucken als Machtfaktor in Ägypten ausschaltete, wurde eine moderne Verwaltung aufgebaut.

Mit dem neu gebildeten Heer wurden die Wahabiten in Arabien geschlagen (1811 – 1818) und der Sudan erobert (1820 – 1823). Die Niederschlagung des Aufstands in Griechenland (1822 – 1827) wurde durch Eingreifen einer britisch-französischen Flotte vereitelt (siehe Schlacht von Navarino). Um den politischen und wirtschaftlichen Aufstieg Ägyptens abzusichern, begann 1831 die Invasion in Palästina und Syrien, wobei das ägyptische Heer unter Ibrahim Pascha nach mehreren Siegen über die Osmanen durch Anatolien auf Istanbul vorstieß. Zwar musste sich Ibrahim Pascha wieder zurückziehen, konnte aber Syrien und Kilikien behaupten. Erst eine Intervention der europäischen Mächte (1840) zwang Muhammad Ali Pascha zum Rückzug aus Syrien und Palästina. Allerdings mussten die Osmanen 1841 Muhammad Ali Pascha als erblichen Vizekönig in Ägypten anerkennen.

Unter den folgenden Vizekönigen kam es zu einer zunehmenden europäischen Durchdringung der ägyptischen Wirtschaft und Kultur. Die starke Orientierung auf den Export von Baumwolle führte zur Bildung von Großgrundbesitz, was wiederum zu einer verstärkten Landflucht in die Städte führte. Zwar wurde 1869 der Sueskanal eröffnet, doch gewann Ägypten dadurch für die europäischen Mächte große strategische Bedeutung, was zu stärkeren Einmischungen führte. Außerdem war Ägypten, auch durch die verfehlte Finanzpolitik unter Ismail Pascha (1863 – 1879), gezwungen seine Anteile am Sueskanal an Britannien zu verkaufen. Nach dem faktischen Staatsbankrott wurde eine internationale Finanzaufsicht unter britischer Leitung gebildet.

Gegen die europäische Durchdringung richtete sich die Urabi-Bewegung (1881 – 1882), die von Offizieren der ägyptischen Armee getragen wurde. Dies wurde von Britannien genutzt, um Ägypten 1882 militärisch zu besetzen und die Urabi-Bewegung zu zerschlagen (siehe auch: Britische Herrschaft in Ägypten). Nun wurde die Politik des Landes vor allem durch den britischen Generalkonsul bestimmt.

Quelle: Wikipedia
 
Bild zum Thema
Moschee von Mohammed-Ali, Kairo (in neuem Fenster)
Moschee von Mohammed-Ali, Kairo
Literatur zum Thema
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Alexandria: 21°C
Kairo: 23°C
Luxor: 25°C
Assuan: 25°C