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Aton

Der Sonnengott Aton wird als Sonnenscheibe, deren Strahlen in segensspendenden Händen enden, dargestellt.

In Echnatons Glaubensvorstellung gewann Aton als Erscheinungsform der Sonne eine sehr hohen Stellenwert, so dass (später) alle anderen Personifikationen der Sonne bedeutungslos wurden. (Laut Schlögl (1993) blieben die solaren Gottheiten wie Re, Harachte oder Schu zunächst noch präsent, wobei in den ersten Regierungsjahren vor allem die Totengötter wie Osiris, Sokar oder Tatenen verschwnaden). Da Aton demnach der Weltschöpfer wurde und alles Leben durch seine Sonnenstrahlen ermöglicht, wurden auch die anderen Götter (regional und überregional) überflüssig.

Es ist durchaus verständlich, dass Aton diese Position einnahm, denn er war auch der einzige, der sich den Menschen in Form der Sonne offenbarte, während andere Götter "verborgen" blieben. Durch die alleinige Anbetung Atons und die Überflüssigkeit und Bedeutungslosigkeit anderer Götter manifestiert sich Echnatons Theologie soweit, dass schließlich alle anderen Götter verleumdet werden und der Monotheismus in Ägypten (für eine kurze Zeit) Einzug hält. Dieser Übergang von einer henotheistischen Lehre zu einer monotheistischen (die unter Echnaton zum ersten mal in der Menschheit stattfand) kann nach Schlögl in die Regierungsjahre 6 bis 12 datiert werden. Doch war es überhaupt ein Monotheismus?

Aton und der Pharao Echnaton (in neuem Fenster)
Aton und der Pharao Echnaton
 
Literatur zum Thema
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