Götter in Ägypten
Imhotep

| Nebenformen: | Imuthes |
| Bedeutung: | Architekt und Gelehrter |
| Kultort | Memphis, Theben |
Imhotep |
Imhotep ("der in Frieden kommt") war der Sohn des Architekten Khanofer und der Chereduanch (Chrodunanch) sowie Gatte der Ronpetnofret. Imhotep lebte um 2700 v. Chr. in Ägypten.
Sein größtes Werk als Baumeister ist die erste der ägyptischen Steinpyramiden, die Stufenpyramide von Sakkara (heute Saqqara) auch Djoser-Pyramide genannt. Nur durch seine Idee zum Pyramidenbau erstmals behauene Steine zu verwenden, war die Realisierung einer Pyramide solcher Größe erst möglich geworden.
In der ägyptischen Spätzeit, im "Neuen Reich", wurde Imhotep u.a. als Gott des Heilwesens verehrt. Er galt in Memphis und Theben als göttlich verehrter Sohn des Gottes Ptah, mit dessen Hohepriesterin er Vater wurde. Die Schreiber opferten ihm zu Beginn eines Schreibwerkes einen Tropfen Tinte. Eine Bronzestatue aus der Spätzeit zeigt Imhotep als kahlköpfigen Mann mit Papyrusrolle. Ihm wurden vom Volk zahlreiche Erfindungen wie z.B. die Hyroglyphenschrift, die Medizin und der Kalender zugeschrieben. Aus heutiger Sicht kann dies aber als Legendenbildung betrachtet werden. Durch mehrere Fragmente belegbar ist aber die Rückführung der sogenannten Theologie von Memphis. Diese Theologie bezieht sich vor allem auf kosmogonische Probleme; auf Imhotep geht die Idee der Schöpfung durch den Geist zurück, die uns im Johannesevangelium als "Schöpfung durch den Logos" wiederbegegnet. Diese Passage (Joh.1, 1-5) ist ein Zitat aus einer Schrift mit gnostischem Inhalt.
Die Griechen erkannten in Imhotep ihren Heil-Gott Asklepios und nannten ihn Imuthes.
Mehr