Götter in Ägypten
Thot

| Nebenformen: | Dehuti, Thoth, Tehut |
| Ägyptischer Name: | Dḥwtj |
| Bedeutung: | Herr des Mondes, des Kalenders, der Hieroglyphen und der Weisheit |
| Kultort | Hermopolis |
| Kennzeichen | Ibis, Pavian |
![]() Thot |
Thot war der Hauptgott von Hermopolis. Ob eine Verbindung zwischen ihm und der Ogdoad von Hermopolis bestand ist nicht gesichert. Thot wies verschiedene Erscheinungsformen auf, den Ibis, der gleichzeitig das Gauzeichen des XV. oberägytischen Gaus ist und den Pavian, den er wahrscheinlich nach der Verschmelzung mit dem früheren hermopolitanischen Gott Hez-ur übernahm. Häufig wird er auch in Menschengestalt mit Ibiskopf dargestellt.
Als Gott der Weisheit galt Thot als Erfinder der Schrift. Er amtete als Schreiber beim Totengericht. Als Herr des Mondes wird Thot auch zum "Herrn der Zeit" und zum "Rechner der Jahre". Er ritzt, gemäss Papyrus Rhind, auf den Geburtsziegeln eines Menschen dessen Lebensende ein. Auf die Blätter des Ischedbaumes schreibt er mit der Göttin Seschat die Regierungsjahre des Königs.
Es war eine Aufgabe von Thot, das Licht vor der Finsternis zu schützen. Als "Stellvertreter des Re" begleitet er, in Begleitung seiner Gemahlin Maat, Re auf der Fahrt in der Sonnenbarke. Es heisst auch, dass die beiden den Kurs der Barke bestimmen.
Thot spielte auch eine Rolle im Kampf zwischen Seth und Horus. Er beschwichtigte die Beiden und heilte, gemäss einer Version des Mythos "Der Streit zwischen Horus und Seth", das ausgerissene Auge des Horus durch seinen Speichel. Es wurde zum Sinnbild der Kraft des Thot und ein beliebtes Amulett (Udjat-Auge).
Die Griechen verbanden Thot mit Hermes. Dadurch wurde er zum Inbegriff der Weisheit und spielt als Hermes Trismegistos bis in unsere Zeit ein grosse Rolle in der Esoterik. Seine Lehren gingen ein in der Alchemie, Theosophie und in diversen Logen, wie Rosenkreuzer und Freimaurer.
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