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Luxor / Theben

Luxor bzw. Theben ist der Ort an dem die Geschichte Altägyptens besonders deutlich in Erscheinung tritt. Hier finden sich die bekanntesten und größten Tempel und Grabanlagen in ganz Ägypten.

Luxor (arabisch al-Uqsur, die Stadt der Paläste, vielleicht von al-qusu-r, die Burgen, oder al-qasr, die Kaserne, die ins Deutsche übernommene Arabisierung des lateinischen castrum) ist eine Stadt in Ägypten. Sie liegt am östlichen Nilufer in Oberägypten im G ouvernorat Qena. Luxor hat 422.407 Einwohner (Stand 1. Januar 2005). In und um Luxor befinden sich einige der wichtigsten archäologischen Stätten Ägyptens.

Im Altertum nannten die Ägypter Luxor Waset. Von den Griechen wurde es das hunderttorige Theben genannt. Aufgrund der bedeutenden archäologischen Stätten bildet der Tourismus einen der wichtigsten Wirtschaftszweige.

Luxor Tempel

Berühmt ist der Tempel von Luxor, ein Tempel zu Ehren des Gottes Amun, der größtenteils von Amenophis III. errichtet wurde.

Einer der granitenen Obelisken, die vor dem Tempel errichtet worden waren, steht heute auf dem Place de la Concorde in Paris.

Luxor Tempel mit dem Minaret der Moschee aus dem 16. Jahrhundert (in neuem Fenster)
Luxor Tempel mit dem Minaret der Moschee aus dem 16. Jahrhundert
Lotus Säulen im Luxor Tempel (in neuem Fenster)
Lotus Säulen im Luxor Tempel

Neben den Kolossalstatuen von Ramses II. findet sich auch eine kleine weiße Moschee, die die Gebeine des Ortsheiligen Abu- l-Hagga-g beherbergt. Sie werden an seinem Jahrestag ebenso in einer Barke mit einer großen Prozession durch die Stadt geführt, wie es die alten Ägypter mit der Barke des Amun taten.

Karnak Tempel

Der Karnak-Tempel ist die größte Tempelanlage in Ägypten. Diese liegt etwa 3 Kilometer nördlich von Luxor und direkt am Nil. Den Namen hat sie von dem Dorf Karnak, das direkt an die Tempelanlage grenzt.

Die Tempelanlage besteht aus drei von Mauern umgebenen Bereichen. Der größte Bereich umfasst etwa eine Fläche von 600 mal 600 m und beherbergt den großen Tempel des Amun-Re, den Tempel des Chons und ein kleines Heiligtum des Ptah. Etwa 350 m südlich liegt ein Bereich von ungefähr 350 mal 250 m, der den Tempel der Mut umfasst. Er war durch eine Sphingenallee mit dem Amun-Re-Tempel verbunden. Nördlich, direkt neben dem großen Bereich des Amun-Re befindet sich ein 150 mal 150 m großer Bereich mit einem Tempel des Month.

Sphingen vor dem Karnak Tempel (in neuem Fenster)
Sphingen vor dem Karnak Tempel
Großer Säulensaal im Karnak Tempel (in neuem Fenster)
Großer Säulensaal im Karnak Tempel
Ramses Statuen in Karnak Tempel (in neuem Fenster)
Ramses Statuen in Karnak Tempel

Herausragend unter den Ruinen sind der Tempel des Amun-Re mit seinen insgesamt zehn Pylonen, deren Breite bis zu 110 m beträgt und eine Höhe von bis zu 40 m besitzen und die große Säulenhalle, die von Sethos I. begonnen und von Ramses II. vollendet wurde. Sehenswert sind auch die Obelisken, z. Bsp. der aus Rosengranit der Königin Hatschepsut, der Heilige See und der Tempel des Chons.

Nördlich des Amun-Re-Tempels wurde im 20. Jahrhundert die Weiße Kapelle Sesostris I., das älteste erhaltene Bauwerk der Anlage und die Alabasterkapellen aus wiedergefundenem Baumaterial rekonstruiert. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde hier auch die Rote Kapelle der Hatschepsut wieder errichtet.

In der Antike verband eine Straße, die beidseitig von Widdersphingen gesäumt war, den Karnak-Tempel mit dem 2,5 km entfernten Luxor-Tempel. Diese Straße endete an einem Tor in der südlichen Außenmauer des Amun-Tempels. 2004 waren Arbeiten zur Freilegung der Straße im Gange.

Memnonkolosse

Die Memnonkolosse sind etwa 18 Meter hohe Zwillingsstatuen aus Quarzit. Sie stehen unweit des Tals der Könige in Theben-West.

Die um 1370 v. Chr. errichteten Sitzfiguren stellen den Pharao Amenophis III. dar und bewachten einst seinen Totentempel, von dem kaum mehr Überreste vorhanden sind. In der römischen Kaiserzeit hielt man sie für ein Abbild des äthiopischen Königs Memnon – daher ihr Name.

Memnonkolosse (in neuem Fenster)
Memnonkolosse

Durch ein Erdbeben um 27 v. Chr. wurden die beiden Statuen schwer beschädigt und die nördliche von ihnen verursachte danach – vermutlich durch Wind oder sich erwärmende Luft – bis zu einer Restaurierung durch Septimius Severus um 200 besonders bei Sonnenaufgang Töne, die als Gesänge zur Begrüßung von Memnons Mutter Eos gedeutet wurden.

Tal der Könige

Das Tal der Könige war eine Begräbnisstätte im Ägypten des Altertums, in dem nach derzeitigem Kenntnisstand 63 Gräber und Gruben aufgefunden wurden.

Im Tal der Könige sind insbesondere die Gräber der Herrscher des Neuen Reichs (ca. 1552 v. Chr.-1069 v. Chr., 18. bis 20. Dynastie) zu finden. Das Tal befindet sich in Theben-West, gegenüber von Karnak, am Rand der Wüste und ist gesäumt von hohen Bergen, namentlich durch die natürliche Felspyramide el Korn ("Das Horn"); nahezu das gesamte Gebiet von Theben-West bildet eine riesige Nekropole. Unweit liegt das beinahe unbekannte Tal der Königinnen.

Trotz jahrtausendelanger Aktivität von Grabräubern und Plünderern lieferte das Tal der Könige den Ägyptologen der Neuzeit noch zahlreiche höchst wertvolle Grabungsfunde, unter anderem wurde das weitgehend unversehrte Grab des Tutanchamun dort im Jahr 1922 von Howard Carter entdeckt.

Die Gräber im Tal der Könige wurden durchlaufend nummeriert, wobei den Ziffern die Buchstaben KV (engl. Kings Valley) vorangestellt werden. Die Nummerierung geht auf John Gardner Wilkinson zurück, der 1827 mit einem Pinsel und einem Eimer roter Farbe durch das Tal wanderte und jedem Grab, das er fand, eine Nummer gab. Er kam bis zum Grab KV 21. Einige wenige Gräber befinden sich im westlichen Seitental: hier ist der Nummerierung WV (West Valley) vorgestellt:

Tal der Könige (in neuem Fenster)
Tal der Könige
Tal der Könige (in neuem Fenster)
Tal der Könige
  • KV 1 Ramses VII., König in der 20. Dynastie
  • KV 2 Ramses IV., König in der 20. Dynastie
  • KV 3 unbekannt, Sohn des Ramses III., 20. Dynastie
  • KV 4 Ramses XI., König in der 20. Dynastie
  • KV 5 Söhne des Ramses II., 19. Dynastie
  • KV 6 Ramses IX., König in der 20. Dynastie
  • KV 7 Ramses II., König in der 19. Dynastie
  • KV 8 Merenptah, König in der 19. Dynastie
  • KV 9 Ramses V. und Ramses VI., Könige in der 20. Dynastie
  • KV 10 Amenmesse, König in der 19. Dynastie
  • KV 11 Ramses III., König in der 20. Dynastie
  • KV 12 unbekannt, bereits im Altertum geplündert
  • KV 13 Baja, Schatzmeister des Siptah, Ende der 19. Dynastie
  • KV 14 Tausret und Sethnacht, Könige in der 19. Dynastie
  • KV 15 Sethos II., König in der 19. Dynastie
  • KV 16 Ramses I., König in der 19. Dynastie
  • KV 17 Sethos I., König in der 19. Dynastie
  • KV 18 Ramses X., König in der 20. Dynastie
  • KV 19 Mentuhirkschopchef, Sohn des Ramses IX., 20. Dynastie
  • KV 20 Hatschepsut und Thutmosis I., Könige in der 18. Dynastie
  • KV 21 unbekannt, 18. Dynastie
  • WV 22 Amenophis III., König in der 18. Dynastie
  • WV 23 Eje II., König in der 18. Dynastie
  • WV 24 unbekannt, aufgegeben, 18. Dynastie
  • WV 25 unbekannt, aufgegeben, 18. Dynastie Echnaton?
  • KV 26 unbekannt, noch nicht freigelegt, vermutl. 18. Dynastie
  • KV 27 unbekannt, 18. Dynastie
  • KV 28 unbekannt, 18. Dynastie, evtl. Beamter des Thutmosis IV.
  • KV 29 unbekannt, noch nicht freigelegt
  • KV 30 unbekannt, 18. Dynastie
  • KV 31 unbekannt, 18. Dynastie, versandet, Sarkophag
  • KV 32 unbekannt, 18. Dynastie, unfertig, nicht erforscht
  • KV 33 unbekannt, nicht erforscht
  • KV 34 Thutmosis III., König in der 18. Dynastie
  • KV 35 Amenophis II., König in der 18. Dynastie, Mumie
  • KV 36 Maherpra, Wedelträger, 18. Dynastie, Mumie
  • KV 37 unbekannt, 18. Dynastie
  • KV 38 Thutmosis I. ?, 18. Dynastie
  • KV 39 Amenophis I. fraglich, 18. Dynastie
  • KV 40 unbekannt, nicht erforscht
  • KV 41 unbekannt, nicht erforscht
  • KV 42 Hatschepsut-Meritre, Ehefrau des Thutmosis III., 18. Dynastie
  • KV 43 Thutmosis IV., 18. Dynastie
  • KV 44 sieben Personen, 18. Dynastie und 22. Dynastie
  • KV 45 Userhet, 18. Dynastie und Nachbestattungen der 22. Dynastie
  • KV 46 Juja und Tuja, Eltern der Teje, 18. Dynastie, Mumien
  • KV 47 Siptah, König in der 19. Dynastie
  • KV 48 Amenemope gt. Pairi, Wesir, 18. Dynastie
  • KV 49 unbenutzt, Lager?, 18. Dynastie
  • KV 50 ein Hund, ein Affe, vermutl. 18. Dynastie (Tiergrab)
  • KV 51 3 Affen, 1 Pavian, 3 Enten, 1 Ibis (Tiergrab)
  • KV 52 ein Affe (Tiergrab), vermutl. 18. Dynastie
  • KV 53 Schachtgrab, Ostraka, Stele, nicht mehr zugänglich
  • KV 54 Balsamierungsdepot für Tutanchamun, 18. Dynastie
  • KV 55 unbekannte Mumie, 18. Dynastie Semenchkare?
  • KV 56 "Goldgrab"
  • KV 57 Haremhab, König in der 18. Dynastie
  • KV 58 Satellitengrab zu KV 57, Haremhab
  • KV 59 kleine Grube nördl. KV 37
  • KV 60 Sitre-in, Amme der Hatschepsut und eine Königin, 18. Dynastie
  • KV 61 unbenutzt
  • KV 62 Tutanchamun, König in der 18. Dynastie, Mumie
  • KV 63 Am 8. Februar 2006 entdeckt, noch nicht ausgewertet

Tal der Königinnen

Das Tal der Königinnen liegt im Süden von Theben-West (südlich des Tals der Könige). Hier wurden in über 90 Gräbern die nahen Angehörigen der Herrscher der 17., 19. und 20. Dynastie bestattet. Das bedeutendste Grab ist das der Nefertari (auch Nofretari), der Gattin von Ramses II. (19. Dynastie).

Tempel der Hatschepsut

Das herausragendstes Bauwerk der Königin Hatschepsut war ihr eigener Totentempel der von D. Arnold als "Eine der bedeutendsten und eigenwilligsten Schöpfungen der ägyptischen Tempelarchitektur" bezeichnet wurde. Von dem Taltempel am Rand des Fruchtlandes führt ein Aufweg zu der unteren Terrasse und zu beiden Seiten der aufwärtführenden Rampe- Südhalle und Nordhalle. Im Westen der nächsthöheren mittleren Terrasse liegt im Süden die Halle mit den Darstellungen der Puntexpedition, im Norden jene mit der beschriebenen Darstellung der göttlichen Geburt und Erwählung Hatschepsuts. Eine weitere Rampe führt auf die obere Terrasse mit einem Säulenhof und dahinter dem Allerheiligsten.

Totentempel der Hatschepsut (in neuem Fenster)
Totentempel der Hatschepsut
Säule aus dem Hatschepsuttempel mit dem Bildnis Hathors (in neuem Fenster)
Säule aus dem Hatschepsuttempel mit dem Bildnis Hathors
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Weitere Informationen
Karnak-Tempel (in neuem Fenster)
Karnak-Tempel
Luxor-Tempel (in neuem Fenster)
Luxor-Tempel
Tal der Könige (in neuem Fenster)
Tal der Könige
Memnon-Kolosse (in neuem Fenster)
Memnon-Kolosse
Hatschepsut-Tempel (in neuem Fenster)
Hatschepsut-Tempel
Wetter in Ägypten
Alexandria: 21°C
Kairo: 21°C
Luxor: 23°C
Assuan: 23°C